Mediterrane Köstlichkeiten aus der Neustadt: Zu Besuch bei Ali von Zaituna
Mit seinem Unternehmen Zaituna bringt Ali verschiedene Welten zusammen. Er kommt ursprünglich aus Israel, wohnt und arbeitet aber in der Dresdner Neustadt. Sein Herz brennt für die mediterrane Küche und hier in Dresden baut er Brücken zwischen nah und fern: Denn seine Falafel macht er nicht nur aus Kichererbsen, sondern auch aus regionalen Linsen – vom Landwirtschaftsbetrieb Eckhart Voigt.
Er erzählt uns und der VG Dresden von seinem Werdegang:
Was hat dich dazu bewegt, hier dein eigenes Unternehmen zu gründen?
Zaituna gibt es seit 2010. Die Idee kam mir bei einem Besuch in der VG als ganz normaler Kunde. Ich war begeistert vom regionalen Gemüse, vom Käse, von den Cerealien – aber es fehlten gesunde Fertigprodukte, die man sofort essen kann. Bei mir daheim ist es ganz normal, in jedem Supermarkt frische Salate, Hummus oder Falafel zu bekommen. Ich wollte diese kulinarischen Schätze meiner Heimat hierherbringen und die Menschen dafür begeistern.
Warum hast du dich für die Herstellung von Bioprodukten entschieden?
Ich wollte nie 08/15-Produkte anbieten. Meine Eltern waren Bauern, ich bin mit einfachem, aber sehr gutem Essen aufgewachsen. Für mich zählt Qualität, und die finde ich im Bio-Bereich. „Geiz ist geil“ ist für unsere Ernährung ein fataler Weg. Mit guten Bio-Rohstoffen kann ich die besten Falafel machen und mich von der Masse abheben.
Was macht für dich eine richtig gute Falafel aus?
Entscheidend sind die Rohstoffe. Wie beim Wein schmeckt man, auf welcher Erde Kichererbsen oder Linsen wachsen oder beispielsweise wie viel Sonne sie hatten. Gute Falafel brauchen Zeit: Kichererbsen müssen zwei Tage eingeweicht, geschält und gekocht werden. Frische ist das A und O – deshalb gibt es bei mir keine Produkte, die monatelang haltbar sind. Im konventionellen Handel ist das kaum möglich, aber bei der VG geht das. Das schätze ich sehr.
Warum hast du dich bei deinen neuen Falafeln für Linsen als Rohstoff entschieden?
Die Idee kam von Veronica aus der Bio-Regio-Modellregion. Sie erzählte mir, dass der Bio-Landwirt Eckhart Voigt hier in der Region Bio-Linsen anbaut und fragte, ob man daraus Falafel machen könnte. Wir haben lange ausprobiert, bis das Rezept perfekt war. Ich liebe es, Neues zu entwickeln und die Kombination aus Orient und Okzident macht mir besonders Freude!
Mehr zu Ali und seinen Produkten bei der VG Dresden lesen Sie hier.